Akzeptiere oder verändere - denn für die Vergangenheit gibt es keinen Kredit!

 

Als die Landesregierung ihre Grundschulschließungspläne zum ersten mal äußerte, trafen sich Eltern in Neunkicrhen spontan um die Landesinitiative Rettet die Grundschulen zu gründen. 

"Gute Ideen nutzen uns nur wenig, wenn sie nicht in die Öffentlichkeit gelangen. Um unsere Ziele transparent zu machen, brauchen wir die Medien. Was hier im Raum entsteht, muss über Presse nach außen. Nur so haben wir eine echte Chance, das Grundschulsterben zu verhindern!" Mit diesen Worten von mir endete die Gründungsversammlung der Landesinitiative "Rettet die Grund-schulen" . Und das war auch nötig, denn nur über die Medien erreicht man auch die Bevölkerung.

Was aber tun, wenn die Tatsachen verdreht werden?                                         So geschehen gegen Ende des vergangenen Jahres.  Nachdem der Bildungs-minister treue Weggefährten als Schulleiter platzierte, gab es an manchen Schulen Probleme mit der Zusammenarbeit vor Ort. Dabei erinnerte ich mich  an das Betriebsverfassungsgesetz, in dem die Wahlen für die Betriebs- und Personalräte und die Kontrollorgane geregelt sind .

Was sich in Betrieben und Unternehmen seit langem bewährt, könnte sich ja auch in Schulen bewähren. In gewissem Sinne ist die Schule ja auch ein  Unter-nehmen und die arbeit eines Schulleiters oder einer schulleiterin mit der eines Managers vergleichbar. Betriebsabläufe müssen organisiert werden und eine gute Kommunikation nach allen seiten ist erforderlich. 

Um Bewährtes in die neu geregelten Schulabläufe einfließen zu lassen, machte ich den Vorschlag, die Schulleiter oder Schulleiterinnen zukünftig sowohl über das Lehrerkollegium als auch von den Eltern in regelmäßigen Zeitabständen wählen zu lassen. Ein Schulleiter oder eine Schulleiterin, der oder die gute Arbeit macht, so wird sicher im Amt bestätigt. Steht er oder sie jedoch in der Kritik ist das zuständige  Ministerium gefragt. Jobrotation wäre angesagt. Eine Änderung des Schulmitbestimmungsgesetzes mache dies möglich.

Diesen Vorschlag fanden Eltern und Lehrer, mit denen ich im Vorfeld ge-sprochen hatte, sehr gut. Doch das Ministerium lehnte ihn wie üblich, ab. 

Dann kam die Berichterstattung in der SZ:  "Damman fordert Jobrotation für schulleiter". Diese Schlagzeile brachte schließlich auch die Lehrerverbände gegen mich auf. Deren Wahl durch Eltern und Lehrer wurde nur am Rande erwähnt. So wurde ein konstruktiver Vorschlag mal wieder im Vorfeld zer-pflückt.  

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